Mobilität, Umwelt und Klima

Für eine lebenswerte und klimagerechte Stadt

Mobilität, Klimaschutz, Natur- und Tierschutz sind wichtige Themen, die am Ende darüber entscheiden, wie lebenswert eine Stadt ist. Doch viel zu häufig werden diese Themen gegen andere Themen ausgespielt. Es muss endlich Schluss sein, mit Entweder-Oder-Debatten. Wir wollen ein Göttingen, in dem Mobilität funktioniert, Grünflächen erhalten und ausgebaut werden und Natur sowie Tiere besser geschützt sind.

Aus unserem Wahlprogramm

Mobilität, Klima und Naturschutz gehören zusammen

In Göttingen zeigt sich im Alltag, dass Mobilität für viele Menschen nicht gut funktioniert. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich oft zwischen Autos hindurch bewegen. Busverbindungen sind umständlich und nicht immer alltagstauglich. Gleichzeitig treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander, ohne dass eine Lösung für alle geschaffen wird.

Dazu kommen die spürbaren Folgen des Klimawandels. Immer häufiger auftretende Hitzewellen belasten besonders Menschen in dicht bebauten Stadtteilen, weil sich Asphalt und Gebäude stark aufheizen und Grünflächen fehlen.

Auch die Tierwelt verändert sich sichtbar. Arten verschwinden oder breiten sich aus. Wer ein verletztes Wildtier findet oder ein Fundtier versorgen muss, steht häufig vor einem praktischen Problem: In Göttingen gibt es bislang keine ausreichende kommunale Struktur, um Tiere verlässlich aufzunehmen und zu versorgen.

Unsere Vorstellung einer lebenswerten Stadt

Wessen Planet ist der Planet?

Eine Stadt, die heute geplant wird, entscheidet darüber, wie wir morgen leben. Es geht nicht nur darum, wie schnell wir von A nach B kommen, sondern darum, ob unsere Lebensgrundlagen erhalten bleiben.

Klima, Natur und Tiere sind keine Randthemen, sondern die Voraussetzung für ein gutes Leben. Eine Politik, die diese Bereiche gegeneinander ausspielt oder einzelne Interessen bevorzugt, wird dieser Verantwortung nicht gerecht.

Sozial- und Umweltpolitik gemeinsam denken

Durch die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen verschärfen sich viele dieser Probleme. Immer wieder entstehen Entweder-oder-Debatten, in denen soziale, ökologische und infrastrukturelle Fragen gegeneinander gestellt werden.

Dabei ist klar: Es gibt genug gesellschaftliches Vermögen für ein Sowohl-als-auch. Das Problem ist die ungleiche Verteilung. Hohe Einkommen, Kapitalerträge und Erbschaften werden nicht ausreichend besteuert, während gleichzeitig enorme Summen in militärische Aufrüstung fließen.

Sozialpolitik, Klimaschutz und Tierschutz dürfen deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie gehören zusammen. Eine Stadt, die bezahlbaren Wohnraum schafft, muss auch für hitzeresistente Gebäude sorgen. Wer Mobilität plant, muss sichere Radwege, guten öffentlichen Nahverkehr und kurze Wege zusammendenken. Und wer Lebensqualität sichern will, muss auch Natur und Tiere schützen.

Unsere Ziele

Wir wollen eine Stadt, in der Mobilität sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht umgekehrt. Busse müssen zuverlässig, direkt und barrierefrei sein. Rad- und Fußverkehr müssen sicher möglich sein.

Gleichzeitig braucht die Stadt mehr Grünflächen, die für Abkühlung sorgen, die Luft verbessern und Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen.

Fundtiere müssen professionell versorgt werden. Dafür braucht Göttingen endlich ein kommunales Tierheim. Auch verletzte Wildtiere dürfen nicht länger von Zufall, Ehrenamt oder den Kosten einzelner abhängig sein, sondern müssen auf Kosten der Stadt behandelt werden.

Mobilität, Klimaschutz, Naturschutz und soziale Teilhabe gehören zusammen und müssen auch so geplant werden.

Unsere Forderungen

Mobilität für alle verbessern und neu ausrichten

  • Ausbau sicherer, durchgehender und barrierefreier Rad- und Gehwege
  • Deutlich verbessertes Busnetz mit direkten Verbindungen und kürzeren Wartezeiten
  • Barrierefreie Haltestellen
  • Kostenloser und sozial gerechter öffentlicher Nahverkehr für alle

Stadtklima verbessern und Grünflächen ausbauen

  • Mehr Bäume, Hecken und Streuobstwiesen
  • Mehr naturnahe Flächen
  • Entsiegelung von Flächen zur Verbesserung des Stadtklimas
  • Maßnahmen gegen Hitze und zur Förderung der Biodiversität

Natur- und Artenschutz stärken

  • Schutz bestehender Lebensräume
  • Förderung der biologischen Vielfalt
  • Dauerhafte Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Tiere im Stadtgebiet

Tierschutz als kommunale Aufgabe

  • Einrichtung eines kommunalen Tierheims
  • Anlaufstelle für verletzte Wildtiere
  • Versorgung und Behandlung von Fund- und Wildtieren auf Kosten der Stadt

Unser Flyer