Schriftliche Anfrage an den Jugendhilfeausschuss: Umgang des Jugendamtes Göttingen mit den 4 Kinder der ermordeten Mutter in Grone

Bezug nehmend auf einen Artikel vom 12.07.2024 im Göttinger Tageblatt zur aktuellen Lebenssituation der vier Kinder der in Grone ermordeten Mutter, bitten wir um Beantwortung der folgenden Fragen.

1. Wie ist der aktuelle Sachstand im Verfahren der Unterbringung der vier Kinder? Wie unterstützt das Jugendamt der Stadt Göttingen aktuell die Kinder und ihre Familienangehörigen, die laut eigenen Aussagen wochenlang vom Jugendamt ignoriert wurden?
2. Welche Maßnahmen ergreift das Jugendamt, um sicherzustellen, dass die vier schutzbedürftigen Kinder, die unter der Vormundschaft des Jugendamtes Göttingen stehen, die notwendige Versorgung erhalten?
3. Welche Maßnahmen zur Schadenbegrenzung plant das Jugendamt Göttingen für sowohl die Kinder als auch für die Familie der ermordeten Mutter?
4. Warum hat das Jugendamt Göttingen keine Dolmetscher*innen eingesetzt und konnte aufgrund der Sprachbarriere keinen Kontakt zur Großtante aufnehmen?
5. Warum hat das Jugendamt Göttingen erst den Bericht aus dem Kreis Steinburg benötigt, um herauszufinden, dass die Kinder nicht in Itzehoe bleiben können, obwohl diese Information laut Aussagen der Großtante der Kinder bereits vom ersten Tag an kommuniziert wurde?
6. Wann und wie wurde den Kindern psychologische Unterstützung angeboten und in welcher Form haben die Kinder diese abgelehnt?
7. Aus welchen Gründen war ein Vor-Ort-Besuch der Kinder in Itzehoe nicht möglich und welche Maßnahmen wird die Stadt Göttingen zukünftig ergreifen, um solche vorgeschriebenen Methoden zu ermöglichen?
8. Welche Standards verfolgt das Jugendamt Göttingen bei der Betreuung von Kindern, die von Kindeswohlgefährdung bedroht sind? Inwieweit wurden im vorliegenden Fall diese Standards zum Ablauf einer Kindeswohlgefährdung durchgeführt?
9. Welche Schritte wird das Jugendamt Göttingen einleiten, um eine umfassende Aufarbeitung des Vorfalls sicherzustellen? Welche Konsequenzen werden daraus für zukünftige Verfahren gezogen?

Der Jugendhilfeausschuss findet am 16.08.2024 statt.

nachträgliche Anmerkung: Die Beantwortung der Fragen fand im nicht-öffentlichen Teil des Jugendhilfeausschusses statt. Es wurden Vereinbarungen mit der betroffenen Familie und den Kindern getroffen.


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