Mitgliedsorganisationen der GöLinke

 

Vorsicht: (geistige) Brandstifter!

Der Rassistischen Mobilisierung entgegentreten, den antifaschistischen Widerstand organisieren!

Die gleichnamige Broschüre der A.L.I., die auch ein kleines Who-is-Who? der regionalen braunen Szene enthält, findet Ihr im Netz, hier.

Die Kenntnisnahme wird allen Antifaschist*innen nahegelegt!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

 

Seyit Ali Tunc:

Auswandern

 

Fortgerissen, hergebracht haben sie uns:

Welche aus Anatolien,

Spanien, Portugal,

welche aus Griechenland.


Mütter sind ausgewandert,

Väter sind ausgewandert,

Söhne und Kinder sind ausgewandert.

Mit Henna gefärbten Händen

Und weinenden Augen

Singen die Verlassenen

Ihre Klagelieder hinter uns her.


Tage sind wir gewandert,

Monate sind wir gewandert,

Jahre sind wir gewandert.


Wie Krüge voller Sorgen,

Ihr Mütter und Väter,

ihr Verwandten und Freunde,

sind Eure Briefe,

deren angebrannte Spitzen

uns Eure Sehnsucht zeigen.


Günes hat geweint,

Yildiz haben geweint,

Ay hat geweint.


Sterne waren Zuschauer

Die Sonne war im Schlaf,

als ich zum ersten Mal

die Maschinen von Thyssen sah,

die meine Kraft stehlen,

um Thyssen Kraft zu geben.


In den Tiefen der Zechen

sind unsere Zungen stumm,

unsere Augen blind,

unsere Haut ist glühend geworden.


In den dunklen Löchern

Des Ruhrgebietes

Begrüße ich meine Klassenbrüder

Und die unsichtbaren Todesengel

Mit Glück auf, jeden Tag.


Den schwarzen Bauch der Erde

Leere ich

Und lege die Reichtümer

Auf die Tafel der Herren.


Für deren Wohlergehen

Arbeite ich

Mit Geduld,

mit Liebe.


Mit meinem Schweiß

Tränke ich jeden Bissen Brot,

den ich esse.

Vergessen habe ich nichts:

Meine Sehnsucht,

meine Hoffnungen.


Frühling ist vergangen,

Sommer ist vergangen.

Aus Monaten wurden Jahre,

die mein Herz durchbohrten.

 

Willkommen auf den Seiten der Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke


 

 

15. Januar 2017

Göttinger Linke möchte, dass alle Bürger*innen am Rekordgewinn der Sparkasse teilhaben

Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion

 

In allen regionalen Medien und auf dem Neujahrsempfang wurde das "Rekordergebnis " der Sparkasse Göttingen für das Rechnungsjahr 2016 verkündet. Aber trotz mehrfacher Anfragen und Anträge der Göttinger Linken in der Vergangenheit ist es bisher nicht gelungen, von den Jahr für Jahr steigenden Bilanzgewinnen der Sparkasse auch nur einen erkennbaren Anteil davon dem Haushalt der Stadt Göttingen zuzuführen. Träger der Sparkasse sind aber Stadt und Landkreis Göttingen - das kennzeichnet ja gerade die Sparkasse gegenüber anderen Bank. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet allerdings die Sparkasse auch dazu , entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag, Überschüsse an ihre Träger abzuführen, um die Kommunen unmittelbar in ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen.

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13. Januar 2017

Ein weiterer Hotelneubau statt Wohnungen. Die Göttinger Linke ist immer wieder überrascht über das Vorpreschen der Verwaltung

Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion

 

Dringendstes Problem in Göttingen ist momentan und mittelfristig vor allen der Bau von preisgünstigen Wohnungen. Darin sind sich in öffentlichen Stellungnahmen alle Ratsfraktionen einig. Immer wieder gibt aber die Verwaltung Handlungsmöglichkeiten der Stadt aus der Hand, indem sie geeignete Grundstücke und Immobilien an private Investoren verkauft. Die Göttinger Linke wird diesen Weg weiterhin nicht mitgehen und strikt dagegen opponieren.

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20. Dezember 2016

Immobilienverkauf

 

Irgendwie ist die Stadtverwaltung in Sachen Immobilienkauf und -verkauf einsichtsresistent. Warum muss das ehemalige Forsthaus in Herberhausen unbedingt verkauft werden?

Da setzt sich ein gesamter Ortsrat dafür ein, dass im ehemaligen Forstamt Herberhausen zwei Flüchtlingsfamilien mit immerhin 11 Personen eine langfristige Perspektive zum Wohnen in dem Gebäude erhalten. Zwei Familien, die nach Aussagen der Kommunalpolitiker und vieler Dorfbewohner voll in das dörfliche Leben integriert sind. Aber die Stadt hält an ihren Plänen fest, das Haus nächstes Jahr zu verkaufen. Unvernünftig, kurzsichtig und wenig sensibel ist dies aus Sicht der Ratsfraktion der Göttinger Linken. Unvernünftig, weil die Stadt für angemietete Wohnobjekte für geflohene Menschen teilweise horrende Mietpreise zahlen muss.

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Die Stadt wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern fröhliche Weihnachten 2016

Und damit ein paar nette Überraschungen unter dem Gabentisch liegen, werden dann mal schnell die Buspreise erhöht. Und quasi als "kalte Dusche" dazu wird der Einritt ins Badeparadies kräftig angehoben. Nach dem weihnachtlichen Motto " ihr Kinderlein kommet", darf auch die jährliche Erhöhung der Kindergartenbeiträge nicht fehlen.

Leider vergessen bei den Geschenken hat man auch diesmal wieder das Sozialticket für Hartz-lV-Empfänger*innen. Die erhalten in ihrem "üppigen Budget" ganze 25,50 Euro monatlich als sogenannten Beförderungsanteil, wo demnächst dann die Monatskarte für den Bus auf 52.50 Euro steigt. Immerhin werden umgerechnet auf einen Einzelfahrschein von 2,30 Euro noch 11 Fahrten im Monat möglich sein. Aber nur dann, wenn man keine Zugfahrt oder eine Fahrt mit dem RBB-Bus ins Umland mit einplant.

Also fröhliche Weihnachten allen. Und nicht dadurch die Laune verderben lassen, dass die Ratsfraktion der Göttinger Linken als Spielverderber mal wieder all den "moderaten" Preiserhöhungen eine Absage erteilt hat.

Und wenn dann als besonderer Silvesterknaller noch die nächste Mieterhöhung auf den Tisch flattert, dann singen Sie ruhig auch etwas verspätet noch einmal das schöne volkstümliche Weihnachtslied "Alle Jahre wieder".

 


 

 

5. Dezember 2016

So kommen wir zu keinem erkennbar höheren Anteil von Wohnungen mit Sozialbindung

Die Ratsfraktion der Göttinger Linken steht den Planungen auf dem ehemaligen Satorius-Gelände äußerst kritisch gegenüber

 

Schade, wieder eine Möglichkeit vertan, gezielt unter städtischer Planung und im städtischen Besitz den Bau von Wohnungen mit sozialer Bindung in Göttingen umzusetzen. Es mag ja sein, dass sich Sartorius der besonderen geschichtlichen Verantwortung des von ihr veräußerten Geländes bewusst ist. Besser noch wäre es gewesen, wenn auch die soziale Verantwortung von Stadt und Firma zum Tragen gekommen wäre und die Stadt die Möglichkeit zum Erwerb des Geländes bekommen bzw. wahrgenommen hätte. Die Frage des Kaufpreises dürfte dabei für die Stadt in Zeiten von Niedrigzinsen und unter Hintanstellung des Fetischs der Schwarzen Null kein unüberwindliches Hindernis gewesen sein.

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1. Dezember 2016

Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse, sondern Geld vom Bund für den Sozialen Wohnungsbau

 

Anlässlich der Diskussionen im Ortsrat Weende, bei denen sich die Grünen und Teile der SPD für eine Sozialbindung von mehr als 30 % der auf dem ehemaligen Hutamaki-Gelände entstehenden Wohnungen ausgesprochen haben, äußert sich die Ratsfraktion der Göttinger Linken. Sie sieht das grundsätzliche Problem darin, dass die Stadt vom guten Willen des privaten Investors abhängig ist. Notwendig ist aber, dass sie selbst über ihre städtische Wohnungsbau Gesellschaft in deutlich größerem Umfang als Bauherrin tätig wird.

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23. Juli 2016

Flyer für den Kommunalwahlkampf!

von Göttinger Linke

Nach dem Vorbild der sehr erfolgreichen Kasseler Linken wurden diese Flyer erstellt. Wir bedanken uns sehr für diese Unterstützung!

Die Flyer werden durch die Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke für den Bereich der Stadt Göttingen genutzt und durch die Partei DIE LINKE im gesamten Kreisverband Göttingen/Osterode.

Es handelt sich um das Kommunalwahlprogramm in Kurzfassung und um Flyer zu den Themen Kommunalfinanzen, Wohnraum- und Gesundheitspolitik.

Die Materialien werden bis zur Wahl am 11. September jeden Samstag auf dem Marktplatz Göttingen verteilt, bei Infoständen in weiteren Orten im gesamten Landkreis und in Verteilaktionen in die Haushalte, ebenfalls im gesamten Landkreis.

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22. April 2016

TTIP / CETA und kommunale Selbstverwaltung

von Gerd Nier

 

Im März 2014 hat der Rat der Stadt Göttingen die Verwaltung beauftragt zu recherchieren, welche möglichen Auswirkungen TTIP und CETA auf die kommunale Selbstverwaltung unserer Stadt haben könnten. Bis heute ist sie die Antwort schuldig geblieben.

Ob die Zurückhaltung etwas mit dem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zu tun hat, in dem ernsthaft behauptet wird, Gemeinde- und Stadtparlamente dürften sich mit TTIP nicht befassen, kann ich nicht wirklich belegen. Deutlich wurde aber durch die Expertise, dass auch bei den Kommunen versucht wurde einzuschüchtern, zu tricksen, die öffentliche Diskussion auszubremsen.

Erfreulicherweise fruchtete der Versuch nur bedingt. Mittlerweile haben über 300 kommunale Parlamente in der Bundesrepublik (Stand Oktober 2015) ablehnende Resolutionen und Beschlüsse zu TTIP gefasst. Darunter sind u.a. 12 Landeshauptstädte und die Millionenstadt Köln.

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31. Januar 2016

DIE LINKE und GöLinke verteidigen die Besetzung des früheren DGB-Gebäudes

 

Die Äußerungen von Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen über das alternative Flüchtlingsprojekt OM10 sind geradezu skandalös: Seit der Besetzung des jahrelang leer stehenden ehemaligen DGB-Gebäudes in der Oberen Maschstraße in Göttingen haben die Aktivist*innen dort seit Monaten in bewundernswerter Weise Unterstützungsstrukturen geschaffen, die gerade dort wichtig sind, wo die öffentlichen Maßnahmen zur Versorgung und Betreuung durchreisender und hier gestrandeter Menschen nach wie vor versagen. Wer kümmert sich um diejenigen, die nachts am Bahnhof ankommen, wer hilft ihnen weiter, wer sorgt für Wärme und Kleidung, vermittelt Informationen? Die unermüdliche Arbeit der Freiwilligen, die hier selbstverwaltet für ein wenig mehr Menschlichkeit sorgen und das Notwendige tun, ist nach Ansicht der Partei DIE LINKE und der Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke weiter zu fördern und zu unterstützen.

Mit der Abwertung dieses Engagements als „Flausen von Gutmenschen“ und mit der Behauptung Tölles, dass Flüchtlinge in der Altstadt bei Anwohner*innen unerwünscht seien, bedient der DGB-Bezirksvorsitzende fremdenfeindliche Vorurteile und Stimmungen, die ansonsten von rechten und rechtsradikalen Parteien geschürt werden und nicht von den Gewerkschaften, die sich für die Solidarität zwischen Lohnabhängigen und Geflüchteten einsetzen sollten.

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30. Januar 2016

2. Kommunalpolitische Konferenz der Göttinger Linken – Programmarbeit und Wahlvorbereitung auf gutem Wege

von Dr. Peter Strathmann

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19. Oktober 2015

Ratschlag der Göttinger Linken – ein gelungener und lebhafter Auftakt zur Kommunalwahl

 

Gut 30 Personen fanden sich am Samstag zum Kommunalpolitischen Ratschlag der Göttinger Linken in den Räumen von Arbeit und Leben ein.

Vor der Mittagspause drehten sich die Beiträge überwiegend um grundsätzliche Einschätzungen über Möglichkeiten und Grenzen linker Politik im Rahmen kommunaler Parlamente. Dabei wurde auch in der anschließenden Diskussion deutlich herausgearbeitet, dass linke Kommunalpolitik nur im Zusammenwirken von außerparlamentarischen Gruppen und Initiativen und kommunalen Mandatsträger/innen Erfolgschancen auf öffentliche Wirkung hat. Dies belegten auch die Berichte, die aus der Rats- und Kreistagsfraktion und dem Ortsrat Grone gegeben wurden. Die kurze Mittagspause wurde genutzt, um dem Solidaritätsfest für Flüchtlinge in der Roten Straße eine kurzen Besuch abzustatten.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von sechs Kurzreferaten regionaler Experten/innen, die bewusst keine parteipolitische Anbindung haben. Claire Deery, Rechtsanwältin und Mitglied im niedersächsischen Flüchtlingsrat, schilderte eindruckvoll, welche Auswirkungen die gerade beschlossene sogenannte Asylreform für die Menschen, die Einrichtungen und die Kommunen hat. Eine bedrückende Analyse, die ein koordiniertes, zielgerichtetes und humanes Handeln erfordert. Paulus Paulerberg als Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen formulierte klare Forderungen an Transparenz, Einbeziehung und Mitwirkungsmöglichkeiten von Initiativen und einzelnen Bürger/innen bei kommunalen Entscheidungen. Klaus Schild, Vorsitzender des Ortsverbandes von ver.di, formulierte klare Forderungen an Rat und Verwaltung zum Abbau von Überbelastungen des Personals, gerechter Bezahlung und Anerkennung der geleisteten Arbeit. Die notwendigen Rahmenbedingungen für eine echte Inklusion in den Schulen zeigte Stefan Knapp, stellvertretender Schulleiter der IGS-Geismar, auf. Er brach auch eine Lanze für das nicht lehrende Personal. Dr. Peter Kasten von attac konnte etliche Schwachstellen im Bereich des Regionalverkehrs aufzeigen und präsentierte konkrete Vorschläge für die Verbesserung des ÖPNV. Die Problematik der Göttinger Wohnraumsituation verdeutlichte Dr. Michael Miessner vom Geografischen Institut der Uni anhand der Ergebnisse der von ihm geleiteten Wohnraumstudie. Deutliche Mietpreissteigerungen, fehlender bezahlbarer Wohnraum und ein zunehmender Verdrängungswettbewerb waren nur einige seiner Erkenntnisse. Die daraus erfolgenden Überlegungen für eine kommunale Wohnungspolitik werden sicherlich in die Diskussion des Wahlprogramms der Göttinger Linken einfließen.

So wie alle Beiträge, Anregungen und kritischen Anmerkungen in der anschließenden lebhaften Aussprache aufgegriffen wurden, werden sie den abschließend konstituierten Arbeitskreisen weiterverfolgt werden.


... siehe auch  Bericht im Internetmagazin goest